Stoppt den Abbau des öffentlichen Dienstes!

11.02.2025

Seit Monaten sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Zielscheibe einer negativen Imagekampagne. Zunächst wurde der Öffentlichkeit immer wieder erzählt, dass Beamte in einem goldenen Käfig leben, dass sie übermäßige Vergünstigungen und großzügige Pensionen genießen. Und nun sollen durch den föderalen Koalitionsvertrag der Regierung De Wever erneut die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Zeche zahlen.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich für unsere Gesellschaft engagieren“, sagt FGÖD-Vorsitzender Patrick Roijens. „Die angekündigten Reformen säen nur Unsicherheit und bestrafen loyale Beamte, die sich jahrelang für einen guten öffentlichen Dienst eingesetzt haben und dies auch weiterhin tun.“

Länger arbeiten für weniger Rente? Inakzeptabel!
Die Entscheidungen, unter anderem zu den Renten, zeigen, wie wenig Verständnis für die Realität im öffentlichen Dienst vorhanden ist. Beamte arbeiten oft unter schwierigen, anspruchsvollen und manchmal riskanten Bedingungen. Anstatt ihr Engagement zu belohnen, stürzt die Regierung sie in eine Situation struktureller Unsicherheit.

Beamte haben das nicht verdient. Im Gegenteil: Sie verdienen Respekt und Anerkennung für ihre wichtigen Aufgaben, die sie im Dienste der Gesellschaft erfüllen. Denken Sie an die Lehrer, die unsere Kinder unterrichten, die Sozialarbeiter und Pflegekräfte, die uns in Notzeiten zur Seite stehen, das Sicherheitspersonal, das oft unter Einsatz seines Lebens für unsere Sicherheit sorgt. Sie verdienen Anerkennung und Unterstützung, keine Einsparungen und eine Aushöhlung ihres Statuts.

Staatliche Sparmaßnahmen gefährden die Gesellschaft
Seit Jahrzehnten wird im öffentlichen Sektor gespart. Immer wieder haben aufeinanderfolgende Regierungen weniger Mittel, weniger Personal, mehr Privatisierung und Outsourcing beschlossen. Und nun setzt die Regierung De Wever diesen destruktiven Trend fort. Diese Politik ist genau das Gegenteil von dem, was notwendig ist. Der öffentliche Sektor braucht keinen weiteren Abbau, sondern strukturelle Investitionen: mehr Mittel, mehr Personal und menschenwürdige Arbeitsplätze.

Die FGÖD fordert Respekt und Vernunft
Die FGÖD fordert die Regierung daher auf, den Kurs zu ändern und den öffentlichen Sektor zu stärken, anstatt ihn zu schwächen. Der Abbau muss aufhören. Es ist Zeit für Respekt, Wertschätzung und Investitionen in die Menschen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten.

Am Donnerstag, dem 13. Februar, werden wir in Brüssel unsere Stimme massiv zu Gehör bringen.