Als die FGÖD am 11. Februar in der Presse (Interview mit FGÖD-Vorsitzender Patrick Roijens für HLN) erklärte, dass sie keine allgemeine Streikaktion befürwortet, die das ganze Land lahmlegen würde, erfuhren wir, dass unsere Berufsgruppe FGÖD-Eisenbahn eine Streikankündigung für neun aufeinanderfolgende Tage eingereicht hatte. Dies sorgte verständlicherweise für Verwirrung und unterschiedliche Reaktionen.
Die Freie Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst (FGÖD) legt großen Wert auf Meinungsfreiheit. Aber ebenso stehen Solidarität und Respekt im Mittelpunkt unserer gewerkschaftlichen Arbeit.
Als FGÖD verteidigen wir die Interessen aller Beamten und setzen uns für konstruktive Gespräche ein. Wir betrachten Streiks als letztes Mittel, das nur dann eingesetzt wird, wenn Verhandlungen scheitern. Deshalb geben wir dem Dialog und der Vermittlung stets absolute Priorität.
Nach der Ankündigung des Streiks wurde die FGÖD-Eisenbahn zu einer Schlichtungssitzung mit der Führungsspitze der SNCB eingeladen. Dieses Gespräch verlief in einer konstruktiven Atmosphäre. Der Vorstand der FGÖD-Eisenbahn hat daher beschlossen, den föderalen Konsultationen Vorrang einzuräumen und ihnen alle Chancen zu geben. Viele Punkte aus der Erklärung des „Formateurs“ müssen noch geklärt werden. Wir sind daher zufrieden, dass die FGÖD-Eisenbahn nach dem Schlichtungstreffen beschlossen hat, den angekündigten Streik auszusetzen.
Die FGÖD setzt sich weiterhin für einen konstruktiven Dialog ein und zählt auf den gesunden Menschenverstand aller Beteiligten. Nur so können wir zu nachhaltigen Lösungen gelangen, die sowohl dem Personal als auch der Gesellschaft zugutekommen.