Die Einstellung des Aufbaus der bestehenden Rentenbonus(se) ist ein Vertragsbruch!

pensioenbonus
23.04.2025

Die Regierung greift erneut in die Rentenregelung ein, indem sie den Aufbau des bestehenden Rentenbonus einstellt, wobei die bis zum 31. Dezember 2025 erworbenen Rechte erhalten bleiben, was als „clear cut Rentenbonus” bezeichnet wird.

Die erworbenen Rechte bleiben zwar bis zum 31. Dezember 2025 erhalten, doch das macht die Maßnahme nicht weniger einschneidend.

Dieser Rentenbonus besteht kaum ein Jahr und wird bereits wieder abgeschafft, ohne dass eine gründliche Bewertung vorgenommen wurde. Damit zeigt diese Regierung erneut wenig Respekt vor der Rechtssicherheit. Das Rentensystem wird dadurch immer komplexer – nicht nur für die Bürger, sondern auch für den Föderalen Rentendienst.

Darüber hinaus droht die Einführung des Rentenmalus ab 2026 unbeabsichtigte Folgen zu haben. Arbeitnehmer mit unvollständigen Erwerbsbiografien, die dank des Bonus gerade motiviert waren, länger zu arbeiten, werden nun eher dazu neigen, 2025 vorzeitig in Rente zu gehen, um den Malus zu vermeiden. Das kann doch nicht im Sinne der Regierung sein?

Die FGÖD fordert: Beibehaltung aller erworbenen Rechte, einschließlich der Indexierung!

Es kann doch nicht sein, dass die Regierung ihren Bürgern erst einen Bonus für längeres Arbeiten in Aussicht stellt und sie dann bestraft, indem sie die Renten nur begrenzt indexiert, sobald dieser Bonus tatsächlich gewährt wird?

Warum ist diese Maßnahme inakzeptabel?

Die Rente eines Beamten ist keine Begünstigung, sondern ein aufgeschobenes Gehalt.

Beamte:

  • Werden einseitig im Dienste des Allgemeinwohls eingesetzt.
  • Können nicht über ihr Gehalt verhandeln.
  • Erhalten selten Lohnerhöhungen, außer nach sozialen Unruhen.
  • Haben keine zweite Säule der Altersvorsorge wie im privaten Sektor, die oft beträchtlich ist.
  • Erhalten in der Regel keine außergesetzlichen Leistungen wie Dienstwagen, Gewinnbeteiligungen oder Cafeteria-Pläne.

Bislang war die Beamtenpension einer der wenigen Anreize, sich für eine Karriere im öffentlichen Dienst zu entscheiden. Die Regierung macht dem nun abrupt ein Ende – ohne ausreichende Übergangsmaßnahmen, ohne Konsultationen.

Das ist ein klarer Vertragsbruch und fühlt sich wie eine Racheaktion gegen Beamte an.